Vitalpilze
Pilze sind mit uns Menschen näher verwandt als mit anderen Pflanzen, daher bergen sie eine Vielzahl an Wirkungen auf uns und sind kulturell eng mit der Menschheit verwoben. Eine besonders große Rolle als Heilpilze/ Vitalpilze spielen sie in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin), sind jedoch in vielen Kulturen vertreten. Im Zuge der Globalisierung verbreitet sich das TCM-Wissen auch rasch in der westlichen Welt. Zu den wichtigsten, bekanntesten Pilzen zählen Reishi (Ganoderma lucidum), Chaga (Inonotus obliquus), Kernkeule (Cordyzeps militaris) und der Igel-Stachelbart (Hericium erinaceus).
In der Süd- und Mittelamerikanischen Kultur werden Pilze als das "Fleisch der Götter" bezeichnet, was einerseits mit der psychoaktiven Pilzkultur Mexikos und anderer Länder zusammenhängt, andererseits aber auch den Wert als Nahrungsmittel hervorhebt. Waldpilze enthalten viele wichtige essentielle Mineralstoffe, Vitamine und wertvolle Glycosidverbindungen. Der in Europa bekannte und beliebte Pfifferling (Eierschwammerl) ist zum Beispiel eine hochwertige und absolut bioverfügbare Vitamin B Quelle. Der moderne Mythos, dass Pilze schlecht verdaulich und die Wirkstoffe damit kaum bioverfügbar seien, hat sich laut mykologischen Forschungen als falsch erwiesen.